Interne Festplatten – der neue Standard

Ob Computer-Spiele, Filme in High Definition oder Musik – digitale Inhalte sind in den letzten Jahren zum gängigen Standard geworden. Daten werden immer weniger auf physikalischen Speichermedien gelagert, sondern direkt auf der Festplatte abgelegt. Mit steigender Qualität, wächst auch die Datenmenge dieser Medien enorm an. Da werden interne Festplatten zur wichtigsten Schnittstelle im Computer. Neben stetig wachsender Kapazität, muss auch eine ausreichend hohe Übertragungsgeschwindigkeit gewährleistet sein, damit modernes Entertainment auch optimal genutzt wird. Doch welche Festplatte ist gut? Welche besser? Welchen Standard brauche ich für meinen Computer und meine Ansprüche?

Festplatten

Interne Festplatten werden immer kleiner und leistungsfähiger (c) Katharina Bregulla / pixelio.de

Erste Entscheidung: 2,5-Zoll oder 3,5-Zoll

Das erste Kriterium, nach dem interne Festplatten klassifiziert werden, ist die Größe. Hier wird unterschieden zwischen 2,5-Zoll und 3,5-Zoll. Die kleinere Variante ist stromsparender und resistenter gegen Stöße. Sie bietet aber auch eine geringere Datenübertragungsrate und weniger Speicherplatz. Eine 2,5-Zoll-Festplatte fällt weitaus teurer aus, als eine 3,5-Zoll-Festplatte mit der selben Speicherkapazität. In der Regel finden in normalen Desktop-PCs die größeren 3,5-Zoll-Festplatten ihren Einsatz.

Die Eckpfeiler: Geschwindikeit und Speicher

Waren vor einigen Jahren noch mehrere Optionen für den Anschluss der Festplatte an das Motherboard möglich, haben sich mittlerweile größtenteils SATA-Festplatten (Serial Advanced Technology Attachment) durchgesetzt. Hier wird zwischen den Datenübertragungsgeschwindigkeiten 5.400 U/Min. und 7.200 U/Min. unterschieden. Je höher die Geschwindigkeit, desto schneller werden Daten ausgelesen und Programme oder Dateien geöffnet. Nutzt man nur eine interne Festplatte, empfiehlt sich eine Rate von 7.200 U/Min. Bei mehreren Festplatten reicht es, wenn nur die Festplatte für das Betriebssystem mit der größeren Geschwindigkeit arbeitet.

Bei der Speicherkapazität sind den Wünschen kaum Grenzen gesetzt. Von 100 Gigabyte bis zu mehreren Terabyte ist alles möglich. Wer seinen Computer für Filme, Spiele und Musik nutzen möchte, sollte jedoch eine Kapazität von mindestens einem Terabyte in Betracht ziehen. Die Speichermengen sind in den letzten 10 Jahren enorm angewachsen und preislich signifikante Unterschiede lassen sich nur im Hochpreissegment erkennen.

Die Zukunft: SSD-Festplatten

Wer Wert auf weitaus höhere Datenübertragungsraten und stabilere Leistung legt, ist eventuell mit einer SSD-Festplatte (Solid State Drive) gut beraten. Diese neuste Technik in der Festplatten-Sparte läuft um ein vielfaches schneller als gewöhnliche interne Festplatten. So kann z.B. ein Start des Betriebssystems in wenigen Sekunden erfolgen. Der Nachteil: SSD-Festplatten sind sehr viel teurer und bieten weitaus weniger Speicherkapazität. Bis diese Technik die gleiche Verwendung wie die gegenwärtigen Standards erreicht, wird es noch ein paar Jahre dauern, doch wer wirklich das Beste vom Besten in seinem Computer nutzen will, kann schon jetzt zugreifen.

Einen Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.