Alternative Energien im Trend: Das Potential von Offshore Windanlagen

Erneuerbare Energien wie Windparks, Wasser- und Solarenergie stehen hoch im Kurs – schon seit Jahren waren die Atomkraftwerke eher ungeliebte Energielieferanten, doch spätestens seit dem Unglück im japanischen Kraftwerk Fukushima wurden die Verbraucher für das Thema „Erneuerbare Energien“ sensibilisiert. Viele Haushalte und Unternehmen tendieren zunehmend dazu, Ökostrom zu beziehen und sind bereit, mehr Geld zu investieren, um die sogenannte „saubere“ Energie zu beziehen.

Offshore Windenergie (c) Uwe Schlick  / pixelio.de

Offshore Windenergie: Die Zukunft alternativer Stromerzeugung oder kostenspielige Seifenblase? (c) Uwe Schlick / pixelio.de

Vor allen Dingen Windparks haben sich als alternative Energielieferanten bewährt, jedoch ist der Aufbau derartiger Windanlagen, welche Energie aus dem Wind beziehen (Stichwort: Kinetik), an Land häufig mit Problemen behaftet. Die Konsequenz: Mehr und mehr Windparks werden in Küstennähe erbaut – die sogenannten Offshore-Windparks.

Offshore-Windparks als „heiliger Gral“ der erneuerbaren Energien?

Offshore Windanlagen klingen zunächst nach einer Ideallösung. Eindeutig zu den Nachteilen von Offshore-Windparks zählen jedoch die hohen Installationskosten. Die Windkraftanlagen müssen errichtet und an das Netz angebunden werden. Je nach Küstenentfernung und Wassertiefe kann dieser Vorgang kostenintensiv und aufwändig sein.

Die Errichtung eines solchen Offshore-Windparks erfolgt im Übrigen durch Spezialschiffe – sogenannte Offshore Schiffe. Wer sich einen Eindruck von derartigen Schiffen machen möchte, kann beispielsweise einen Blick in das Offshore Schiffe Portfolio der Firma German Renewables Shipbrokers werfen, hier kann man sämtliche Schiffstypen schematisch dargestellt sehen. Generell gibt es „Errichterschiffe“ und „Bauschiffe“, welche für die Installation der Offhore-Anlage zuständig sind und „Versorgerschiffe“ – wie der Name vermuten lässt, versorgen diese Schiffe die Anlagen mit Material.

Die hohen Errichtungskosten werden jedoch durch gewisse Vorteile ausgeglichen – weshalb Offshore Windparks eine sinnvolle Alternative zu den Windparks an Land bilden.

Offshore Windparks als Alternative zum Land

Nicht überall darf und kann ein Windpark an Land gebaut werden. Folgende Bedingungen müssen gegeben sein, um den Windpark zu installieren:

  • Viel Platz
  • Regelmäßiger Wind (keine windstille Gegend)
  • Lärm der Windanlagen darf keine Anwohner stören (abgelegen)

Oft findet man Windparks deshalb in der Nähe (oder direkt innerhalb) von Weiden und Feldern. Da der Platz jedoch begrenzt ist und die Nachfrage entsprechend groß, setzen Anbieter und Stromversorger nunmehr auf sogenannte „Offshore“-Windparks. Was sich hinter diesem Begriff verbirgt? Offshore-Windparks befinden sich im Küstenvorfeld der Meere. Fälschlicherweise wird in diesem Zusammenhang oft auch von „Hochsee-Windparks“ geredet, jedoch befinden sich Offshore-Windparks nicht auf hoher See, sondern sind auf Festlandsockeln erbaut.

Vorteile dieses Standortes Offshore sind:

  • Gleichbleibende Windbedingungen
  • Hohe Windgeschwindigkeiten
  • Abgelegen (keine Lärmbelästigung)

Folglich liefern Windparks in Küstennähe mehr Energie als Windparks an Land. Sofern sich die Errichtungskosten also minimieren lassen, werden Offshore Windparks vielleicht doch irgendwann zum heiligen Gral der erneuerbaren Energien. Dies bleibt abzuwarten – momentan ist das Erbauen von Windparks im Offshore-Bereich jedoch noch recht kostenspielig, wie auch immer wieder erneute Beiträge zum Thema auf Spiegel.de zeigen.

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